8. RECYCLINGDESIGNPREIS | AUSGEZEICHNETE IDEEN

Wie ist Ausgedientes auf originelle Weise wieder nutzbar zu machen? Wie ist seine Geschichte in das neue Sein zu transportieren?

Bereits zum 8. Mal wird der RecyclingDesignpreis verliehen. Was auf eine langjährige Kooperation von Marta Herford und dem Arbeitskreis Recycling e.V. Herford verweist. Über 350 Designern aus insgesamt 18 Ländern beteiligten sich am Wettbewerb und zeigen neueste Entwicklungen auf dem Gebiet des nachhaltigen Designs. Ob Schmuck- oder Kleiderkollektionen, Möbel- oder Interiorstücke: Mit ihren Entwürfen setzten sich die Designer kritisch mit der heutigen Wegwerfgesellschaft auseinander und spüren Trends auf, obwohl sich ihre Entwürfe auf ausrangierte Materialen und Gegenstände stützen.
Der RecyclingDesignpreis ist ein offener Wettbewerb ohne Altersbeschränkungen, zu dem Teilnehmer mit professioneller oder semiprofessioneller Ausbildung eingeladen werden. Der erste Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und geht an Sep Verboom aus De Pinte, der mit dem flachgewebten Teppich „ROPE:rug“ überzeugte. Der Teppich ist aus ausrangierten Schiffstauen und -seilen gefertigt.
Mit 1.000 Euro geht der zweite Platz an Lea Schücking aus Kassel mit ihren dekorativen Wandfliesen „Shards“, die handlichen Fliesen sind aus Ziegeln und Altglas gefertigt.
Der dritte Platz, mit 500 Euro dotiert, belegt Anna Sophie Flemmer aus Hannover. Sie überzeugte die Jury mit ihrer 13-teiligen Kleiderkollektion „SAME:SAME“. Die in Brailleschrift übertragenen Beschriftungen machen die Kleidungsstücke blindengerecht.

Auch Schüler, Auszubildende und Werkstätten können Entwürfe einreichen, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung oder Upcycling auseinandersetzen. Rund 75 Bewerbungen aus NRW verzeichnete der diesjährige Aufruf, von denen 13 Beiträge für die Ausstellung ausgewählt wurden. Während Mona Hannemann (Ravensberger Gymnasium, Herford), Gewinnerin dieser Sonderkategorie, aus ausgedienten Fußbällen und Wärmedecken ein funktionales wie dekoratives Doppel aus Lampe und Obstschale kreierte, konstruierte die Zweitplatzierte Marie Beckmann von derselben Schule aus alten Surfbrettern eine außergewöhnliche Sitzgruppe. Den dritten Platz belegte Swetlana Schmidt (Ernst-Barlach-Realschule, Herford), die mit ihrer überraschend detaillierten Collage „Herford macht BLAU“ aus abgelegter Jeansbekleidung historische Herforder Stadtansichten visualisierte.

Die Ausstellung zeigt etwa 23 Werke von Designern und 13 Objekte der Sonderkategorie Schüler, Auszubildenden und Werkstätten.

DATUM / ZEIT

28.01.2018 bis 22.04.2018

ORT

Marta Herford gGmbH
Goebenstraße 4-10
32052 Herford
Tel.: 05221 / 99 44 30-0

VERANSTALTER

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Goebenstraße 2–10
32052 Herford