BALLERMANN | HOLGER BUNK
AN AUS LAUT LEISE | ANDREAS SCHULZE

Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert ab dem 24. März 2018 eine Ausstellung mit Werken des 1954 in Essen geborenen Malers Holger Bunk und mit Gemälden von Andreas Schulze, der seit dem Jahr 2008 eine Professur für Malerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf innehat.
Im Zentrum der Arbeiten Holger Bunks steht die menschliche Figur im Raum und ihre Beziehung zum betrachtenden Subjekt. Basis seiner „Bilderfindungen“ (Dr. Friedrich Meschede) bleibt die sehr persönlich gefärbte Beobachtung des Realen – ironisch auch als „proletarischer Manierismus“ oder als „Malerei des westlichsten DDR-Malers“ bezeichnet (Kasper König). Holger Bunk war mit seinen bizarren Raum- und Figurenkompositionen als einer der wenigen Maler bei der legendären Ausstellung „…von hier aus“ 1984 in Düsseldorf vertreten. Seine bis dahin einmalige Formensprache in figurativer Malerei rückte in den 1990er-Jahren aus dem Fokus, als die Maler der so genannten Leipziger Schule um Neo Rauch einen fulminanten Aufstieg erlebten. Holger Bunk, der 1998 den Konrad-von-Soest-Preis zuerkannt bekam, hat unbeirrt weiter gearbeitet, so dass es nun an der Zeit ist, sein Werk in einer Übersicht seiner Gemälde und Pastelle vorzustellen. Die Ausstellung möchte, gerade auch für eine jüngere Generation, eine Neubewertung der Malerei Holger Bunks zur Diskussion stellen.
Andreas Schulze zeigt etwa fünfzig Werke, von frühen Bildern der 1980er-Jahre bis zu Werken aus dem Jahr 2018. So entsteht ein Überblick über das Schaffen Schulzes, der sich seit einer grundlegenden künstlerischen Entscheidung zu Beginn der 1980er-Jahre stilistisch treu geblieben ist. Seine Werke besitzen daher einen hohen Wiedererkennungswert. Es gibt ein spezifisches Schulze-Klima, eine Art gemütliches Understatement, das mit ziemlicher Stabilität seit über drei Jahrzehnten anhält und verschiedene Formen annimmt. Andreas Schulze war in zahlreichen wichtigen Ausstellungen vertreten, so in der großen Ausstellung „…von hier aus“ im Jahr 1984, in der Ausstellung „Deutschemalereizweitausend-drei“ im Frankfurter Kunstverein, in „Wie es ist. Bilder der frühen Achtziger bis heute“ in der Kunsthalle Düsseldorf im Sommer 2007 und in der Ausstellung „Die 80er. Figurative Malerei in der BRD“ 2015 im Städel Museum in Frankfurt. Die monografische Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld möchte mit ihrer Übersicht die Möglichkeit geben, das Werk Andreas Schulzes neu kennen zu lernen und, losgelöst von Gruppierungen, neu zu bewerten.

DATUM / ZEIT

24.03.2018 bis 03.06.2018

ORT

Kunsthalle Bielefeld
Artur-Ladebeck-Straße 5
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 32999500

VERANSTALTER

Kunsthalle Bielefeld
Artur-Ladebeck-Straße 5
33602 Bielefeld


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